Gästebuch
13.05.07
So, jetzt wirs aber Zeit für einige Aktualisierungen...
Da war zunächst die Rallye Zorn. Für uns ein kurzer aber heftiger Auftritt.
Am
Auto hatten wir mal wieder kräftig geschraubt, die Einspritzpumpe
wurde ordentlich überarbeitet, ein Förderkolben mit 12 mm
Durchmesser, statt der normalen 9 mm, eine Breitbandlambdasonde, die
uns die Abstimmung des Ganzen erleichtern sollte. Ein bisschen
Elektronik sogar...
Wen die Details interessieren, hier die Beiträge und Diskussionen dazu im Salatölforum.
Die Idee:
Bilder zum Einbau: http://f23.parsimony.net/forum49387/messages/319035.htm
Wie immer, es war wieder viel zu wenig Zeit alles ordentlich abzustimmen. Aber ordentlich Dampf gabs trotzdem.
Lohn der Mühe, mehr Dampf. Wieviel kann nur geschätzt werden
-----------------------------------------------------------------------
13.11.06
Zurück aus Rosenheim:
Eins
vorab, den Pokal hat sich der Luftwatz unter den Nagel gerissen und ist
damit durchgebrannt. Sollte das Mistvieh bei einem von euch auftauchen,
könnt ihr ihm gewaltig eins auf den Deckel geben. Den Pokal
könnt ihr behalten, Hauptsache das Vieh traut sich nie wieder her.
(Hinweis
an Nicht-Salatölfahrer, der Luftwatz ist ein Vieh - ähnlich
einem Wolperdinger -, dass anfallartig über einen
kommt. Es sorgt auf geheimen Wegen dafür, dass die Einspritzpumpe
statt lecker Salatöl schnöde Luft zu futtern bekommt. Das
Vieh ist schwer zu vertreiben, da es im Verborgenen agiert. Nur wenige
haben es je gesehen, aber fast alle hatten schon Ärger mit ihm...)
Der
Reihe nach. Unser Tagwerk begann gemütlich. So eine
Abendveranstaltung ist schon was nettes. Gemütlich
frühstücken, in aller Ruhe hinfahren, Auto abladen,
Papierabnahme... es hätte so schön sein können. Aber
natürlich kam es wieder etwas anders.
Auf einmal hören
wir, dass der technische Kommissar eine Waage dabeihat. Bei der Abnahme
wird jedes Fahrzeug gewogen. Schockschwerenot, wir sind doch viel zu
leicht! Die letzte Wägung ist ein paar Jahre her, und sie ergab
910 Kilo. Mittlerweile wurden die Mindestgewichte in der H angehoben, 975 kg hätten wir gebraucht. Was nun? Das Auto muss
schwerer werden, und zwar schnell und unauffällig.
Erstmal
Reserverad rein. Das passt im Zuge unserer
Vergrößerungsmaßnahmen leider nicht mehr in die
Reserverradmulde, also gurten wir es ordentlich fest. Das reicht nicht.
Volltanken, das ist noch das einfachste und bringt locker 30 Kilo. Ein
Reservekanister mit Motoröl rein, einer mit Spritzwasser für
die Scheibenwaschanlage. Alles schön verzurren. Aber das ist doch
nur Kleckerkram. Chris schleppt einen fetten Pflasterstein an und
schraubt ihn unter seiner Fussplatte ein. Hm, vielleicht 8 Kilo.
Derweil kommt uns die Erleuchtung, Sand ist ideal. Engel und Susanne
packen an der benachbarten Baustelle zwei Müllbeutel voll und
stopfen sie unter die Sitze. Das geht eher schlecht, und die Säcke
bekommen schon die ersten Löcher. Sitze ausbauen, Säcke rein,
Sitz wieder drauf. Prima, da muss schon einer ganz genau nachschauen,
um das zu bemerken... Das sollte reichen. Bangen Herzens starten wir
zur Abnahme. Hoffentlich hat keiner was gesehen... Hoffentlich reicht
das Gewicht.
Nach einigem Schlangestehen sind wir dran. Wir
schieben das Auto behutsam auf die vier Einzelwaagen und schielen
unauffällig zum Drucker.
Was ist das denn??? 1070 Kilo!!!
100 Kilo zuviel. Das Theater hätten wir uns schenken können.
Aber schön endlich einmal zu wissen, dass unser Auto soweit OK
ist. Offenbar haben ein paar Einbauten und Verstärkungen uns doch
noch in den grünen Bereich gebracht. Insbesonders am Käfig
und am U-Schutz ist da so einiges hinzugekommen, die großen
Räder und Bremsen tun ein Übriges.
Der Rest der
Abnahme läuft unspektakulär, also wieder ins Fahrerlager und
raus mit dem ganzen Müll. Die Säcke zerreissen beim Rausheben
natürlich endgültig, und der Sand fliegt in jede Ritze. Der
Tank bleibt voll, man kanns auch übertreiben.
Die
Einführungsrunde geht flott über die Bühne, wir kennen
die Strecke ja schon vom letzten mal. Erwartungsgemäß hat es
bereits angefangen zu regnen, es ist ordentlich schmierig.
Und
dann dauert es auch garnicht mehr lange bis zum Start, irgendwie sind
wir vor lauter Hektik noch garnicht richtig in Stimmung. Im Grunde
würden wir jetzt viel lieber ein Stündchen schlafen. Aber es
nützt alles nichts und schon rollen wir an den Start.
Der
Starter macht seinen Job etwas lässig, irgendwann begreifen
wir, dass wir losfahren sollen, und da mir der richtige Startrythmus
fehlt, versau ich den Start natürlich vollends. Ohne ausreichende
Drehzahl und Ladedruck klöttern wir los in die erste Rechtskurve.
Na
gut, vielleicht garnicht so verkehrt, dass hier ein bisschen Schwung
fehlt, das ist doch verdammt glitschig. Es geht weiter mit einer recht
schnellen Links, so langsam kommt Musik in die Sache. Es schliesst sich
eine Schlüsselstelle an, eine weitere sehr schnelle Links, an einem
Baum auf der Innenseite vorbei. Ich weiss vom letzten mal, dass hier
über Sieg und Niederlage entschieden wird. Auf Trockenheit geht
das praktisch voll, dann kommt mitten in der Kurve ein gewaltiger
Huppel, der einen fast unweigerlich von der Straße katapultiert.
Aber da ist Platz, droben bleiben, Auto unter Kontrolle halten, und
weiter Gas. Es folgen zwei noch schnellere Rechts, und wenn man die
Schlüsselstelle gut genommen hat, und einen hier der Mut nicht
verlässt, dann wird es jetzt so richtig flott.
Es
läuft, gut! Der Motor ist längst im idealen Drehzahlband
angekommen und tobt im vierten Gang gewaltig vor sich hin, eindeutig so
gut wie noch nie. Die beiden Kurven gehen voll, das IST flott. Jetzt
anbremsen
auf den scharfen Linksabzweig. Hallo, Anbremsen! Tu ich ja, aber viel
passiert da nicht. Die Stelle ist sowas von glatt dass Chris nachher
meinte, er hätte den Eindruck gehabt, ich hätte
überhaupt nicht das Pedal getroffen...
Wir rutschen
satte 50 Meter am Abzweig vorbei. Die Leute rechts und links und vor
allem am Ende der Auslaufzone werden etwas nervös, aber es passt
schon. Rückwärtsgang, noch haben wir keinen im Nacken, also
zurück auf die Strecke und weiter. Etwas ruhiger geworden setzen
wir die Runde fort. Jetzt geht es eigentlich ganz gut, und am Ende
haben wir fast unsere Vordermänner eingeholt. Bis in den letzten
Kurven auf einmal der Motor muckt. Ladedruck weg? Nö, eigentlich
nicht, in der Auslaufzone ist die Leistung auf einmal wieder da.
Haube
auf, aber da ist nichts zu entdecken. Das einzige was wir feststellen
können, dass wir vergessen haben, die Facet anzustellen. Also
Luft? Na ja, nächste Runde dann wieder mit Facet.
Kurze
Pause, und dann stehen wir am Start zum zweiten Durchgang. Diesmal bin
ich vorgewarnt, der Start klappt. Die schmierige erste Rechts auch. Und
die Links sowieso. Jetzt auf die Schlüsselstelle zu, nur Mut, hat
ja in der ersten Runde auch geklappt. Aber entweder es war nicht ganz
die richtige Linie, oder wir waren noch schneller. Diesmal hebelt
es so gewaltig das Heck aus, dass wir mit voller Breite und recht quer
in der Wiese landen. Und nun gibts kein Halten mehr. Was nun kommt,
veranlasste die Kamera zu dem schlichten Kommentar "Dateifehler".
Offenbar ist ihr schwindelig geworden. Das Video endet also hier.
Es geht dreimal hin und
her, jedesmal etwas querer. Aber bei der ganzen Schleuderer baut sich
doch allmählich das Tempo ab, und im passenden Moment kommt
zufällig auch die Straße wieder vorbei. Das ganze schockt
uns nicht wirklich, wir haben uns vorher die Wiese genau angeguckt, da
war nichts böses drin.
Aber dafür beginnt das Auto wie wild zu vibrieren. Auch das kennen wir mittlerweile...
Was
wir auch schon kennen, ist der plötzliche Leistungsverlust. Damit
quälen wir uns durch den Rest des Durchgangs und sind sauer. Haube
auf, der Motor läuft schlecht im Leerlauf und nimmt unwillig Gas
an. Wir versuchen durch Lösen
der Einspritzleitungen den defekten Zylinder ausfindig zu machen, aber
das ergibt kein eindeutiges Resultat. Mechanisch scheint alles OK, was wir aber bemerken, aus den
Überwurfmuttern quillt der Schaum. Der Vorlauf ist luftfrei, aber
im Rücklauf ist die Mayonnise im Licht der Taschenlampe dann klar zu
erkennen.
Wir murksen ein bisschen rum, finden nichts. Das ganze
ist mehr oder weniger unerklärlich. Wir haben eindeutig Vordruck
und einen absolut sauberen Vorlauf. aber die Pumpe zieht Luft. Wir
legen unseren "Patent-Entlüfter" still, über den ich
noch ausführlich im Forum berichten werde. Das steigert den
Vordruck weiter, und es scheint zu Helfen.
Den Dreck kratzen
wir auch aus den Felgen, diesmal waren es vor allem die hinteren
Räder, die sich ein paar fette Dreckbatzen eingesammelt haben.
Lecker, offenbar war die Wiese frisch gedüngt...
Also
dritte Runde, eigentlich haben wir mit der Sache abgeschlossen. Wir
stehen auf Platz drei, und der Michalek mit seinem Manta hat satte 20 Sekunden
Vorsprung, die er sich in Runde 2 geholt hat. Hoffnungslos, ausser er
schiesst noch einen fetten Bock. Jedenfalls läuft es gut. Die
Schlüsselstelle klappt, die Bremspunkte stimmen, der Motor tut
sein bestes. Obenrum hat er gewaltigen Dampf, nur das Ansprechverhalten
ist noch stark verbesserungsbedürftig. Ein sehr versöhnliches
Ende der Veranstaltung. Die Zeit die wir jetzt fahren ist in diesem
Durchgang Platz 15, und das ist nicht schlecht. Am Ende hat der
Michalek mit seinem Manta noch 10 Sekunden Vorsprung, und den Pokal in
der Tasche.
Hier das Video
der dritten Runde. Auch dieses endet leider vorzeitig, ich
fürchte, die Kamera mag die Vibrationen nicht so wirklich. Die
Sicht ist mit unserem Lichterbaum durchaus besser, als das Video
vermuten lässt. Trotzdem ist es bei Nacht sehr schwierig,
Entfernungen richtig einzuschätzen, und ganz schwierig ist es, die
Bodenwellen, Löcher und Straßenzustand richtig zu
beurteilen. Nachtfahrten haben schon ihren eigenen Reiz.
Manöverkritik:
Der Abflug in Runde 2 wäre möglicherweise zu verhindern
gewesen. Irgendwie hab ich wohl den Einlenkpunkt etwas versaut, und
beim Abfangen des Querstehers offenbar ein ganz klein wenig geschlafen.
Jedenfalls kommt die Lenkbewegung erst, als das Auto schon deutlich
sichtbar quer ist, und das ist einfach zu spät. In Runde drei
landen wir auch einmal satt im Feld, aber da hab ich das Auto im Griff
halten können. Es geht also...
Tatsache ist aber auch, dass ich mir fest vorgenommen hatte, nicht allzu
defensiv zu fahren, und zumindest an den ungefährlichen Stellen
ordentlich "droben zu bleiben". So kommt man natürlich eher mal an die
fahrerischen und physikalischen Grenzen.
Der
Verbremser kam mir erst reichlich dämlich vor, aber das ging einem
Großteil der Fahrer ganz genauso. Es lag wohl wirklich an der
Stelle, die so unerwartet glatt war. Egal, es war eine schöne
Veranstaltung und ein gelungener Saisonabschluss. Das Auto ist heile,
was will man mehr.
Es sieht also nach Winterpause aus. Wenn wir
nicht noch einen Rappel kriegen, und irgend eine Winterveranstaltung
dazwischenschieben, dann geht es im Februar in Zorn weiter. Mit dieser Rallye Heidenrod
haben wir noch zwei Hühner zu rupfen. Zweimal in aussichtsreicher
Position mit Turboladerschaden ausgeschieden. Das muss besser werden.
-----------------------------------------------------------------------
02.11.06
Wir
haben es wahr gemacht, im PRG arbeitet nun ein echter Rennlader. Garret
GT 27-R, kugelgelagert, standfest bei 2 bar Ladedruck und 950°
Abgastemperatur. Bei reduzierter Temperatur kann er laut Hersteller
auch 2,2 bar.
Die
nötigen Umbaumaßnahmen waren
gewohnt heftig. So ziemlich alles im Motorraum musste mal wieder
umgearbeitet, verlegt, beseitigt oder sonstwie vergewaltigt werden. Die
Auspuffanlage wird im Zuge dieser Maßnahmen auf 3 Zoll
vorbereitet, der erste Teil bis unters Auto ist schonmal fertig. Die
Abstimmung von Lader und Einspritzung ist bisher alles andere als
gelungen. Der HD-Teil der ESP wurde schnell noch durch einen mit
Durchmesser 10 ersetzt. Der Qualm war unser Begleiter. Untenrum fehlt
der Rumms, aber
obenrum entwickelt der Motor recht beträchtlichen Zorn. Vielleicht sogar einen kleinen Tick mehr also vorher.
Zur Optimierung blieb keine Zeit, die Deadline war wie immer erbarmungslos, die Rallye Fränkische Schweiz
eben. Unser nunmehr vierter Versuch bei dieser wirklich herausragenden
Veranstaltung. Bislang waren wir noch nie wirklich sauber ins Ziel
gekommen, irgendwas war immer. Über unseren ersten geschossenen
Turbolader und gebrochene Einspritzleitungen, katastrophale Bremsen, noch nem Laderschaden bis hin zu gebrochenen
Riemenscheiben.
Auch diesmal wurden wir nicht "enttäuscht". Aber der Reihe nach:
WP
1 war diesmal die legendäre Stadtwaldprüfung, wieder mit dem Abstecher
durchs Kieswerk. Diese WP als erstes unter die Räder zu bekommen,
ist ein ziemlicher Hammer. Man nimmt auf Asphalt ausreichend Anlauf,
und was dann kommt, ist irgendwie Wahnsinn. High-Speed-Schotter, schwer
einzuschätzen. Mit genügend Bäumen am Rand. Für
jeden Teilnehmer gibt es einen eigenen Baum. Auf Jahre hinaus. Und es
waren diesmal 170 Starter..
Dann der Abzweig durchs Kieswerk.
Der Schotter wird gröber und loser. Das wechselt dann auf
eine enge gepflasterte Straße mit unübersichtlichen Kuppen,
Schmiere und reichlich Strohballen wieder zurück auf die
Hauptstrecke. Ein wilder Ritt ins Tal, und dann wieder eine
High-Speed-Passage auf gutem Asphalt bis ins Ziel.
WP1-Stadtwald.
Es
lief gut bis zur Pflasterstraße. Das Auto begann wild zu
vibrieren und zog zur Seite. "In der ersten WP hat noch keiner
gewonnen, aber viele schon verloren", dieser Spruch ging mir durch den
Kopf. Also vergleichsweise langsam ins Ziel geschaukelt. Ich hatte zwar
schon den Verdacht, dass wir nur eine Ladung Dreck in der Felge
hatten, aber es hätte auch was bedenklicheres sein können.
Im
Ziel den Dreck rausgekratzt, und weiter zur WP2. Die Vibrationen waren weg, aber das Auto zog immer noch
schief. Erst am Start kamen wir dahinter, dass der linke Vorderreifen
massiv Luft verloren hatte. Irgendwo müssen wir massiv durch den
Schotter geschruppt sein, so dass der Dreck in der Felge hängen
blieb und den Reifen kurz von der Felge gelupft hatte.
Zu
spät was dagegen zu unternehmen. Wir standen schon am Start zur
WP2. Also Augen zu und durch. Bergab im fünften Gang, Rechtskurven
etwas verhalten mit matschigem Gefühl und Untersteuern. Die Linkskurven mit Hurra.
Die WP ging dann weiter mit einer
spektakulären Ortsdurchfahrt. Und dann waren wir auch schon durch.
Jetzt erstmal eine Tanke suchen. Nach einigem Hin und Her bekommt unser
bereits dampfender Reifen endlich Luft. 0,4 bar waren nur noch drin.
Dafür fuhr das noch erstaunlich gut.
Prima, das Auto fährt wieder geradeaus. Also auf zur WP3, die "Brunn". Aber wieso wird eigentlich der Auspuff lauter???
Egal,
rein ins Vergnügen. Die Brunn ist vergleichsweise einfach zu fahren,
abgesehen von zwei schmierigen Kurven, bei denen man eine gute
Chance hat, das Auto zu schrotten. Aber die kennen wir ja nun schon.
Die Brunn ist die Prüfung mit den meisten Zuschauern, und kaum
näherten wir uns dem Zuschauerpunkt wurde der Krach
größer und der Ladedruck kleiner. Mit ordentlich Wut im
Bauch passierten wir den Zuschauerpunkt, was uns zumindest noch einiges
Lob des Fantrosses einbrachte. Dann wars aber auch ganz vorbei mit
Ladedruck, der Rest ins Ziel war nur noch gekrochen.
Haube
auf.
Der Lader schwebte 2 cm überm Krümmer. Gehalten nur von
der Turbostütze. Sachen gibts...
Alle vier Muttern waren jedenfalls fort. Schnell noch per Handy
den Tross zur
Hilfe gerufen, wir brauchen 10-er Muttern. Die waren schnell gefunden,
im Auto gibt es immer ein paar Teile, die man nicht ganz so unbedingt
braucht. Bzw. die mit ein paar Muttern weniger auch noch halten. Aber
schraub das mal an einen glühenden Auspuff... Die feuerfesten
Fahrerhandschuhe machten es irgendwie möglich, Chris war am
Schrauben, und ich hab ihm immer wieder Wasser auf die Handschuhe
geschüttet.
Nuja,
zwei Schrauben bekam er fest, die anderen waren zu unzugänglich.
Schnell weiter, das ganze hat ohnehin schon viel zu lange gedauert.
WP
4 war eine ganz neue Strecke. Ziemlich lang, viele Kurven, ziemlich
anspruchvoll, viele sehr schnelle Passagen, aber auch sehr enge
Geschichten. Am Start schärft Chris mir noch mal ein: "das ist die
mit den drei engen schmierigen Kurven hintereinander". "Ja ja", sag
ich...
Das ganze läuft ordentlich und schnell, bis zu den
drei besagten Kurven. Die erste klappt, in der zweiten schiebt
das Auto über die Vorderräder, lugt kurz über die Kante,
worauf ich spontan beschliesse, dass es da unten wohl auch weitergehen
muss. Allemal besser, als wenn das Auto mit allen Rädern in der
Luft auf der Kante liegen bleibt oder gar die Rolle seitwärts übt.
Also Lenkung auf, die
Böschung runter, ab in den Acker. Der ist erfreulich weich, so
dass sich nichts weh tut. Aber doch hart genug, dass das Auto nicht
stecken bleibt. "Und jetzt droben bleiben", vernehme ich durch den
Bordfunk. Irgendwo gehts wieder auf die Straße, und fast auch auf
der anderen Seite wieder runter ;-)
Eine
kleine Bitte, wer die Videos mehrfach sehen möchte, sollte sie per
rechter Maus und "Ziel speichern unter" auf seine Platte speichern. Das
spart Traffic.
WP 4
Wer genau
hinhört, müsste ein herzhaftes "Scheisse" und das
"Drobenbleiben" hören können. Der Zeitverlust hält sich
in Grenzen, 9 Sekunden im Acker, vier hätten wir auf der
Straße wohl auch gebraucht.
Später erfuhren wir, dass es an die vierzig Autos auch nicht besser ging. Vielen ging es eher schlechter...
Auf dem letzten Kilometer wars dann wieder vorbei mit Ladedruck, zwei Schrauben halten eben doch nicht so gut.
Wir
versuchen nochmal, den Lader wieder festzutüddeln, aber es klappt
nicht mehr. Die Muttern hats wohl zerstört, und unsere Karenzzeit
läuft ab. Das Ding ist auf die Schnelle nicht mehr festzubekommen.
Schade, aber wir haben unseren Spaß gehabt. Vier WPs gefahren,
mit allen Höhen und Tiefen die dazugehören.
Die Zeiten
waren nicht schlecht, waren wir letztes Jahr noch fest auf den letzten
Platz in der Klasse H 14 gebucht, hätten wir diesmal von 7
Startern vielleicht schon um den dritten Platz gekämpft. Und das, obwohl keine WP
wirklich rund lief. In WP4 war die Zeit gut für den 54 Platz
gesamt.
Zum Schluss noch ein "Spezial" für
Video-Enthusiasten. Der Vergleich der Stadtwaldprüfung mit dem
Lauf vom letzten Jahr.
Vergleich Stadtwald 05-06
In der
oberen Bildhälfte der Durchgang von 05, in der unteren der
aktuelle Lauf. Damals waren wir mit Slicks unterwegs, diesmal mit sehr
guten Sommerreifen. Für diese Prüfung die eindeutig bessere
Wahl.
Wir waren dieses Jahr deutlich schneller, ausser im
letzten Teil, wo wir wegen der Vibrationen langsamer gemacht haben. Ich
habe deshalb den alten Lauf zerschnitten und zweimal neu angesetzt,
damit man wieder vergleichen kann.
Man sieht, dass das Auto mit
dem alten Lader am Start besser wegkommt. Dann setzen sich massiv die
besseren Reifen durch. Anhand der Lenkbewegungen sieht man, dass wir
diesmal vergleichsweise ruhig durchgerollt sind, in WP1 gibt man eben
noch nicht alles (jedenfalls ich nicht). Trotzdem sind wir viel schneller.
Wie gehts
weiter? In Rosenheim, der Nachtsprint am 11.11. ist geplant. Den Lader
haben wir gleich am Mittwoch "unverlierbar" wieder festgemacht. Die
Schrauben haben wir quergebohrt und mit Draht gesichert. Die ESP hab
ich zerlegt, und versucht, noch ein bisschen LDA-Weg herauszukitzeln.
Wenn das so klappt, sollten wir zwar untenrum immer noch nichts haben,
aber oben noch mehr...
Ein wenig jammern wir dem alten Lader
hinterher. So ein VTG-Lader ist schon eine tolle Sache, aber wenns
nicht hält, kann man es leider nicht gebrauchen.
Ansonsten noch ein großes Lob an den Veranstalter, den MSC Fränkische Schweiz.
Über 170 Starter unter den Hut bekommen. Mit fünf
unterschiedlichen und tollen WPs, alles bei völlig reibungsloser
Organisation. Klasse!
-----------------------------------------------------------------------
12.04.05
Das Endergebnis der Rallye Fürst-Von-Wrede ist Online.
Ergebnis auf der NAVC-Seite
Ich gebs zu, WP3 stinkt mir gewaltig ;-)
Ohne
diese WP wäre es ein Pokal geworden und ein achter Platz Gesamt.
Aber um ehrlich zu sein, es sind gerade solche WPs, die das
Rallyefahren ausmachen. Also weiterüben...
Immerhin, wenns
rund läuft, sind wir schnell. Z.B. in WP6 waren nur vier Autos
schneller. Das zeigt, was wir immer vermutet haben, im Auto steckt
Potenzial, das wir noch längst nicht ausgereizt haben.
Und was weitere Verbesserungen am Auto angeht, sind wir auch noch nicht
am Ende mit unserem Latein.
Nochmal Dank und Lob an den MSC
Jura. Eine prima Veranstaltung war das, und eine solche WP wie die
besagte 3 hatten wir noch nie unter den Rädern.
-----------------------------------------------------------------------
10.04.06
Was
den abschliessenden Kommentar zur Fürst von Wrede-Rallye angeht,
warte ich noch auf das Endergebnis. Aber eins steht fest, es ist eine
Veranstaltung der Spitzenklasse.
Wir waren sehr flott
unterwegs, ausser in WP3, wo wir in den schnellen Passagen zu
vorsichtig agierten. Hatte aber durchaus seinen Grund, ein Domlager ist
Matsche, und wer weiss, ob wir überhaupt ins Ziel gekommen
wären, wenn wir da noch mehr übertrieben hätten... Unser
Auto ist für Schotter nicht gemacht, und ich hab zuviel Respekt
davor. Aber Chris arbeitet an einem Fahrwerk mit mehr Federweg. Und was
den Respekt angeht, üben wir bald wieder in der Kiesgrube in
Emmersdorf.
In der Klassenwertung fehlten uns am Ende vier
Sekunden auf den Pokalplatz 3. Aber ich glaube, das Gesamtergebnis kann
sich sehen lassen.
Sogar den Werner Anton konnten wir schlagen
;-) Nicht auf der Strecke, aber im Umgang mit dem
Schraubenschlüssel. Denn wir haben unser Auto mehr ins Ziel
geschraubt, als gefahren ;-)
Aber auf den WPs hat sich das Auto wacker geschlagen, nur untenrum fehlte der gewohnte Rumms.
Hier die Videos.
WP2 - nicht viel zu meckern.
WP3
- zu langsam auf den geraden Stücken und den schnellen
Schotterkurven. die engen Kurven dafür fast schon zu mutig. Gleich
auf dem ersten Asphaltteilstück liegen z.B. die verlorenen 4
Sekunden, als in der Rechts das Heck zur falschen Seite wollte, und ich
nicht mehr richtig rumkam für den Links-Abzweig.
WP5
- unsere wohl beste Fahrt seit wir Rallye fahren. Einziger
Schwachpunkt, das Abbiegen auf die Hauptstraße, da liegt
vielleicht noch eine gute Sekunde. Mit mehr Ladedruck von unten
hätte man das schlechte Einlenken besser übertünchen
können...
Der Ausritt in die Wiese war Absicht, im Schrieb stand: "Nur Mut, kein Graben".
Die
letzte Linkskurve war der Hammer, so mutig war ich noch nie... Auf dem
Video kommt es kaum rüber, aber das war verdammt schnell. Man
konnte kaum glauben, dass das Auto nicht noch rechts in den Graben
gerutscht ist.
WP6 und 7
Bei
der letzen WP handelt es sich um einen Zusammenschnitt aus 6 und 7, da
ich etwas Probleme mit der Kamera hatte, fehlte bei WP6 das Ende. Die
letzten drei Kurven stammen von WP7. Aber den Anfang von WP6 wollte ich
unbedingt zeigen, man beachte den Quersteher bei ca 140 in der
Dreck-Kurve...
Wie gehts weiter? Nun ist erstmal Auto verarzten
angesagt. Gaszug, Domlager, Ölverlust Motor,
Spritzwasserbehälter hat sich losgerissen. Schotterfahrzwerk,
TDI-Pumpe implantieren. Lader Feinabstimmung, etc... Eine Woche
Arbeitslager ist eingeplant. Und dann gehts wahrscheinlich zum
Schottersprint vom www.msc-emmersdorf.de
-----------------------------------------------------------------------
05.04.06
Ich
machs kurz, der Lader hat "gehalten". Also eigentlich nicht. Schon
gegen Ende der ersten gewerteten WP - WP1 wurde neutralisiert, wegen
Unfall, wir sind nur durchgerollert - da hat er auch schon wieder
gezickt. Geräusche, zu hoher Ladedruck.
Wir haben dann am
Gestänge gerappelt, und die VTG-Mimik wieder gängig halbwegs
gemacht. Danach hatten wir untenrum keinen Ladedruck mehr, und mussten
"etwas" drehzahlorientierter vorgehen.
Nachdem ich in WP2 noch
ziemlich motiviert war, haben wir es dann doch unmerklich etwas ruhiger
angehen lassen. Gesamt kam da nichts berauschendes mehr bei rum,
trotzdem war es ein schönes Gefühl, auch mal wieder ins Ziel
zu kommen. Und mit etwas mehr Glück hätten wir auch beinahe
noch den letzten Platz in der H14 an einen BMW 325 IX abgeben
können. Eine Tonne, vom Streckenposten zu weit
zurückgeschoben, hats verhindert. Egal, das Auto hat nichtmal eine
Beule, die Tonne schon...
Chris hat den Lader seziert, das Abgasrad hats offenbar langsam zerlegt, die Krümel haben die VTG-Mimik verklemmt.
Egal, irgendein Schrottlader wird flott gemacht, und dann gehts am WE nach Stopfenheim.
Fürst-von-Wrede-Rallye vom NAVC, in Mittelfranken.
Letztes Jahr eine rundum schöne Veranstaltung, bei der wir den

"Ersten jemals mit Pöl im Motorsport errungenen Pokal"
entgegennehmen
konnten. Wenn der Lader halten sollte, haben wir gewisse Chancen, das
zu wiederholen. Also das Entgegennehmen, der erste Pokal kann es nicht
mehr werden ;-)
Hier noch die Links zu den Videos...
WP2
WP3
WP4
WP5
WP1 war neutralisiert, bei WP6 war der Speicherchip voll, so dass die Tonnen-Escapade nicht mehr drauf ist.
Interessant
ist die lange Vollgas-Passage bergauf in WP2 und 4. Jeweils 3 x 30
Sekunden Dauerfeuer. In der dritten Runde von WP2 kann man das Dingen
schon wieder hören...
-----------------------------------------------------------------------
25.03.06
Nun ist die Rallye zwar schon fast eine Woche vorbei, aber besser spät als nie, die Nachlese...
Das
wir mal wieder mit Turboladerschaden in WP2 ausgeschieden sind, hat
sich vermutlich rumgesprochen. Es war eine sehr schöne
Veranstaltung, und dafür, dass es die erste Rallye war, die die
Speedwayfreunde Weidwies da organisiert hatten, war es besonders
klasse. Ein bisschen Chaos war unvermeidlich, da die Schneemassen
einfach keinen Platz machen wollten, und der als Fahrerlager geplante
Sportplatz nicht zu räumen war.
Da kann keiner was dafür, und mit ein bisschen Zusammenrücken und viel Rangiererei hat es dann doch prima geklappt.
Ein paar Berichte finden sich wie immer beim NAVC
Schon fast Tradition, das Video...
Onboard-Video WP2 mit Turboladertod
Es war eine sehr flott gefahrene Prüfung, recht nah am "vorerst sinnvoll Möglichen"
Die
engen Stellen (3 Abzweige rechts rum) haben alle optimal gepasst,
obwohl sie schwierig zu nehmen waren. Es ging immer über
Schnee-bzw. Matschfelder im Kurveninneren. Vorher tapfer einlenken,
drüberrutschen, gleichzeitig aufs Gas, der Grip kommt dann schon,
wenn der Schnee aufhört, und die Sperre reisst das Auto um die
Ecke.
Die schnellen langen Kurven waren auch an der Grenze des
Möglichen. Wir hatten Winterreifen, und die bewirken auf trockenem
Asphalt nunmal keine Wunder. Dafür brechen sie nicht so ein, wenn
es über die Wasserflächen geht. Mit gut profilierten
Sommerreifen wäre man vielleicht einen Tick schneller gewesen,
aber auf Kosten der Fahrbarkeit und eines höheren Risikos.
Potenzial
war noch an den Bremspunkten für die Schikanen und die langen
Kurven. Vor allem die erste Schikane vorm Wald war viel zu langsam, und
hier liegen bestimmt noch 5 Sekunden, die wir in den nächsten
Runden noch teilweise geholt hätten. Hier liegt soviel Zeit, weil
anschliessend eine lange Gerade bergauf folgt. Jedes km/h was man nicht
durch die Schikane rettet, summiert sich dann auf.
Wir waren
hier verabredungsgemäß sehr vorsichtig, weil diese
Reifenschikanen echte Automörder sind. Und weil wir anfangs davon
ausgingen, dass die Streckenposten die Dinger vielleicht wieder
reinschieben, nachdem unsere Vorgänger sie weggeschubst hatten...
Die
WP3 wäre sicher nochmal ein paar Sekunden flotter geworden,
in WP4 hätten wir dann wahrscheinlich auf "Ergebnis halten"
gespielt. Es hätte locker der dritte Platz in der
Klasse werden können, bei 11 Startern in der Klasse. Gesamt
vielleicht Platz 12.
Ergebnis
Wie
geht es weiter? Eigentlich hatten wir uns geschworen, das ist der
letzte Versuch mit diesem Lader. Aber das würde Stillstand
für mindestens 2 Monate verbunden mit "Arbeitslager" geworden. Und
gerade in der nächsten Zeit stehen so viele nette Veranstaltungen
auf dem Plan.
Also nochmal. Diesmal mit einem nagelneuen Lader,
kein zweifelhafter Ebay-Schnapp. Von der Firma Motair besonders
feingewuchtet. Schaun wir mal...
-----------------------------------------------------------------------
14.03.06
Das
Auto läuft, der Rallyesprint Weidwies ist beschlossen. Gerade kam
die Nennbestätigung rein, "Es wird empfohlen, für ihr
Rallyefahrzeug Winterreifen mitzubringen." Heisst es da lapidar.
Könnte also doch noch was werden, mit einer richtigen Winterrallye.
"Einmal
verbremst, schon in Österreich", so heisst es. Eine gute
Gelegenheit für die Österreicher der diversen Pölforen,
die Kiste in Aktion zu erleben.
So nah kommen wir so schnell nicht wieder. Ihr seid herzlich eingeladen.
Hier gehts zur Veranstalterseite:
http://www.speedwayfreundeweidwies.de
-----------------------------------------------------------------------
09.03.06
Mal
ein kurzer Lagebericht von mir (Jo)... Das Auto hab ich mit nach Hause
genommen. Der Lader wurde seziert. Er starb ungewöhnlich...
Diesmal ist nicht die Lagerung ausgeleiert, sondern schlicht das
Verdichterrad abgebrochen. (Also die Hauptwelle, auf der das
Verdichterrad sitzt).
Eine weitere Untersuchung ergab einen
Fremdkörpertreffer auf der Auslassseite. Der Motor hat also
irgendetwas ausgehustet. Höchstwahrscheinlich war das eine
Stück Glühkerze, und zwar noch letztes Jahr in Rosenheim..
Mit diesem Treffer hat der Lader dann immerhin noch 4 WPs
durchgehalten. Aber ich hab dann auch noch den Kopf heruntergenommen,
denn das seltsame Laufgeräusch am Vorabend der Rallye lies mir
keine Ruhe.
Auf dem Kolben des vierten Zylinders fanden sich
ganz leichte Abdrücke des Auslassventils. Damit ist der Fall klar,
beim Startvorgang muss der Zahnriemen gesprungen sein. Das erklärt
auch die etwas schlappe Motorleistung, die wir bei der Heidenrod zu
beklagen hatten.
Nun ja, ein neuer Lader ist zusammen, an der
Druckdose hab ich nochmal eine Modifikation mit einer zweistufigen
Federabstimmung vorgenommen, die die Überschwinger des Ladedrucks
bekämpfen soll. Dieses WE wird der betroffene Ventilsitz nochmal
unter die Lupe genommen, und wenns nach Plan läuft, das Auto
wieder zusammengebaut.
Am 19.03 stehen zwei Veranstaltungen zur Auswahl.
Kempenich, oder NAVC-Rallyesprint Weidwies bei Passau.
Da
dem Auto ein gültiger Tüv fehlt, und die Zeit wahrscheinlich
zu knapp wird, tendieren wir momentan zur NAVC-Veranstaltung.
Dort brauchen Autos mit 07-er Kennzeichen keinen TÜV.
Und
noch eine gute Nachricht, ein wirklich kompetenter und netter Mensch
hat sich der Herausforderung gestellt, aus dieser Seite doch noch was
respektables zu stricken... Lasst euch überraschen.
-------------------------------------------------------------
Es
hat sich irgendwie nichts geändert, ich hab immer
noch keinen Plan von HTML
Egal, auch wenns nach
nichts aussieht, es soll trotzdem was hier stehen. Auch wenn es
schmucklos und textlastig sein wird.
Zu den alten
Seiten, wo die Entstehung des Projekts und die ersten Schritte
beschrieben sind, gehts hier.
Saison
2006
Die Saison begann mit der Rallye Heidenrod des MSC-Zorn
Eine
Veranstaltung des NAVC, das verspricht Spaß pur. Die Rallye
sind wir schon im letzen Jahr gefahren, da wartete sie mit
höchst winterlichen Verhältnissen auf. Auch diesmal
hofften
wir wieder auf Schnee, aber das Wetter der letzten Tage machte diese
Hoffnung zunichte. Statt dessen gab es Schlamm. Auch was
feines.

Chris
hatte das Auto aus dem Winterschlaf geweckt, schnell noch einen
Unterbodenschutz gezimmert, der sich nicht mehr nach jeder Rallye an
der Ölwanne anschmiegt, neue Düsen und Kerzen
eingebaut. Die
größte Verbesserung war, dass er eine Achsvermessung
spendiert hat. Die Vorspur hatte nicht gestimmt, der Rest war soweit
OK.
Die Korrektur hats wirklich gebracht, endlich bekommt man
keine
Angstzustände mehr beim Geradeausfahren. Die recht
kümmerlichen Spritzdüsen wurden durch eine
"Gewaltmeister-Spezialkonstruktion" ersetzt, die sich sehr
bewährt
hat. Ein paar Schläuche, am Scheibenwischer
festgetüddelt,
die einfach auf die Scheibe sabbern. Ein paar weitere Löcher
in
der Haube sollen die warme Luft
besser ableiten (und natürlich böse aussehen...)
Dann
kam abends das Auto vom Hänger, und irgendwie klang der Motor
auf
einmal komisch... Auch vermissen wir seit geraumer Zeit den letzten
Biss des Motors. Aber da kan man auf die Schnelle nicht viel machen,
ausser dass man natürlich immer mal ein bisschen an der
Fördermenge drehen kann. Das geschah dann auch, und
dann ab ins Bett.
Der
nächste Morgen begrüßte uns mit Regen, und
das machte
immerhin die Reifenwahl einfach. Ausser Winterreifen haben wir
dafür nichts brauchbares.
Und dann gings
los, hier ein paar Onboard-Aufnahmen ...
WP2
WP3
und
das Ende, der Tod des Laders ist kaum zu überhören.
Ab da sind wir nur noch durchgerollert.
WP5
Zu
der Zeit standen wir auf Platz drei in der Klasse, was aber streng
genommen weniger für uns spricht, als gegen die Klasse ;-)
Gesamt
wäre es vermutlich auf einen Platz im oberen Mittelfeld
hinausgelaufen.
Watt
nu? Ein Turbolader liegt im Regal, so dass es bald weitergehen kann.
Aber eine Dauerlösung ist das offenbar nicht. Wenn ein Lader
nur
1,5 Rallyes hält, dann wird das a.) zu teuer, und b.) zu
frustrierend. Die nächste Baustelle wird ein "richtiger"
Motorsportlader. Das wird uns untenrum viel kosten, denn die Dinger
sind groß und dementsprechend etwas träge. Aber
obenrum
verspricht er uns standfesten Ladedruck jenseits der 2 bar. Da sollte
man so einiges kompensieren können.